Piazza Garibaldi und Piazza Gramsci

WAS IN CAGLIARI ZU SEHEN: PIAZZA GARIBALDI UND PIAZZA GRAMSCI

Dieser relativ große und mit vielen Bäumen versehene Platz ist das Ergebnis verschiedenster Bauphasen und ist von der Kulisse der enormen Schulfassade gezeichnet.

Auch wenn das heutige Aussehen der Piazza Garibaldi das Ergebnis zahlreicher Eingriffe bis in die 60er Jahre ist, war dieser Platz im letzten Jahrhundert immer ein Knotenpunkt, von dem aus alle Straßen und Wege abzweigen, die zum alten und neuen Villanova führen. Die Gebäude, die sich um ihn herum gruppieren, sind höchstens ein Jahrhundert alt. Erwähnenswert ist das Wohnhaus auf der Ecke Via Macomer: es handelt sich dabei um den Palazzo Zedda, der ein wichtiges Beispiel der rationalistischen Architektur ist und dessen zweifarbige Fassade dafür kennzeichnend ist. Heute ist der Platz auch von den Bedürfnissen

moderner Stadtplanung geprägt, die dem Verkehrsfluss Vorrang gibt und diesen mit verschiedenen Beeten zu kanalisieren versucht.

Das große dreigeschossige Gebäude der Grundschule Alberto Riva Villa Santa, die nach dem letzten italienischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs benannt ist, wurde zwischen 1912 und 1930 fertig gestellt. Von der Hauptfront erstrecken sich zwei symmetrisch gleiche Seitenflügel nach hinten aus, die einen Hof umschließen, der auf der anderen Seite an den Klosterkomplex von San Domenico grenzt.

Piazza Gramsci und Park der Erinnerung.

Dem sardischen Politiker und Denker Antonio Gramsci ist dieser Platz gewidmet, der in seiner Form und Anordnung jedoch dem stadtplanerischen Konzept des Rationalismus gegen Ende der 30er Jahre folgt; die großen Bäume auf der dreieckigen Insel in der Mitte dieses Platzes sind von mehr oder weniger schmucklosen Gebäuden der Nachkriegszeit umgeben; allerdings fällt das wuchtige und eklektizistische Gebäude des Hauptsitzes der Carabinieri auf, das zwischen 1930 und 1933 in einem extrem ausgeprägten neoklassizistischen und manieristischen Stil gebaut wurde. Über dem Haupteingang stehen noch die riesigen Bronzestatuen von Albino Manca, die sehr gut den Geschmack der faschistischen Diktatur wiedergeben: vier nackte Männerkörper, die folgende Allegorien darstellen: das faschistische Zeitalter, die Gerechtigkeit, die Neue Jugend und die Pflicht.

Gleich rechts daneben, auf der Ecke zwischen Via Sonnino und Via San Lucifero, befindet sich ein Denkmal aus derselben Zeit, das an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs erinnern soll und einen großen Teil des Parco delle Rimembranze ausmacht; es handelt sich hierbei um ein Werk aus dem Jahr 1935 des berühmten Cagliaritaner Architekten und wichtigen Vertreter des damals vorherrschenden Rationalismus, Ubaldo Badas. Dieses sehr sachlich gehaltene Denkmal besteht aus zwei hohen Mauern in Form eines Liktorenbündels (Symbol von Mussolinis Partei), die sich auf einer Basis aus Granit erheben und aus sich jeweils abwechselnden Reihen aus Kalkstein und Trachyt bestehen. Auf den dunklen Streifen aus Trachyt sind die Namen der wichtigsten Schlachten des ersten Weltkriegs als Relief eingemeißelt; hinter dem Denkmal geht es in die Parkanlage von San Lucifero weiter, die sich vor der gleichnamigen Kirche befindet.

 

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